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Abgeltungsteuer erstatten lassen!

Seit dem 1.1.2009 werden private Kapitaleinkünfte mit pauschal 25 % Abgeltungsteuer belastet. Zwar wird die Abgeltungsteuer grundsätzlich von den Geldinstituten einbehalten und an die Finanzbehörden abgeführt. Aber Sie müssen dies auch belegen können, falls Ihr individueller Steuersatz unter 25 % liegt und Sie Ihre Kapitaleinkünfte steuermindernd im Rahmen einer Steuererklärung deklarieren wollen.

Deutsche Geldinstitute waren bis zum 31.12.2008 gesetzlich verpflichtet, eine Jahresbescheinigung nach amtlichem Muster zu erstellen. Diese Jahresbescheinigung über Kapitalerträge und Veräußerungsgeschäfte aus Finanzanlagen gemäss § 24 c Einkommensteuergesetz ("EStG") ist eine Aufstellung von Informationen, die für die zutreffende Ermittlung der Einnahmen aus Kapitalvermögen erheblich sind. Der Finanzverwaltung diente die Jahresbescheinigung als Kontrollinstrument, damit nicht versäumt wurde, steuerpflichtige Einkünfte aus Kapitalvermögen im Rahmen der Einkommensteuererklärung zu deklarieren.


Einkommensteuererklärung einreichen


  Mit Einführung der Abgeltungsteuer wurde die Jahresbescheinigung durch eine neu gestaltete Kapitalertragsteuer-Bescheinigung nach § 45 a Abs. 2 und 3 EStG ersetzt. Diese Bescheinigung enthält die für die Besteuerung von Abgeltungsteuereinkünften erforderlichen Angaben und ist wichtig für solche Anleger, die ihre Kapitaleinkünfte im Rahmen einer Einkommensteuererklärung deklarieren möchten. Denn Anleger mit einem individuellen Steuersatz unter 25 % können bei Abgabe ihrer Einkommensteuererklärung beantragen, dass die Besteuerung der Kapitaleinkünfte mit ihrem geringeren individuellen Steuersatz erfolgen soll (sogenannte "Veranlagungsoption"). In Betracht kommen insbesondere Kapitalanleger mit geringen Einkünften, aber auch Steuerpflichtige mit hohen Verlustvorträgen oder negativen Einkünften. Wird dieser Antrag gestellt, so ist mit Hilfe der Kapitalertragsteuer-Bescheinigung gegenüber dem Finanzamt der Nachweis zu erbringen, dass die Steuer tatsächlich vom Geldinstitut einbehalten und abgeführt wurde. Die Bescheinigung sollte daher nach Jahresultimo zügig angefordert und gut aufbewahrt werden. Von den Geldinstituten ist die Bescheinigung kostenlos zu erstellen, eine Vergütung darf hierfür nicht beansprucht werden. Die Bescheinigung ist formgebunden und wird nach amtlichem Muster ausgestellt. Mit einer von Amts wegen durchzuführenden Günstigerprüfung ermittelt das Finanzamt im Rahmen der Steuerveranlagung dann, ob die individuelle Steuerbelastung oder die vom Geldinstitut einbehaltene Abgeltungsteuer für den Steuerpflichtigen vorteilhafter ist. Wirkt sich der Antrag für den Steuerpflichtigen negativ aus, gilt er als nicht gestellt. Ist die individuelle Steuerbelastung geringer als die einbehaltene Steuer, wird die Differenz im Rahmen der Steuerveranlagung erstattet.

Abgeltungsteuer erstatten lassen!

 

Kontenabruf bedenken


  Zu bedenken ist allerdings, dass mit Ausübung der Veranlagungsoption regelmäßig ein Kontenabruf des Finanzamtes einhergehen dürfte. Mit dem Kontenabruf soll überprüft werden, ob Steuerpflichtige auch tatsächlich sämtliche Kapitaleinkünfte offengelegt haben und nicht etwa nur einen Teil hiervon, um unter dem Abgeltungsteuersatz von 25 % zu bleiben. Wer etwas zu verbergen hat, sollte sich daher zuvor über die ab 2009 modifizierten Bestimmungen des Kontenabrufs informieren. Einzelheiten hierzu finden Sie im Glossar zum Kontenabruf.
Tipp: Redliche Steuerpflichtige sollten den Antrag auf Besteuerung nach dem individuellen Steuersatz grundsätzlich immer stellen, da ein solcher Antrag ausschließlich vorteilhaft ist. Dies gilt nicht nur für Steuerpflichtige, deren individueller Steuersatz unter oder nahe der 25 %-Grenze liegt, sondern auch für alle anderen Steuerpflichtigen, die zur Vergesslichkeit neigen und bei denen zukünftig mit geringeren Einkünften zu rechnen ist. Beispielhaft seien insoweit Erwerbstätige benannt, die dem Ruhestand entgegensehen oder Freiberufler mit erheblich schwankenden Einkünften.

Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums zur Kapitalertragsteuer-Bescheinigung finden Sie hier (PDF).

© Thomas M.R. Disqué
30.01.2009
www.abgeltungsteuer.de

 

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