Frankfurter Sparkasse - Lehman-Opfer werden entschädigt
Fraspa-Kunden, die von der Pleite der US-Bank betroffen sind, erhalten etwa die Hälfte ihres Einsatzes zurück. Die Bank hat dafür rund 40 Mio. Euro bereitgestellt - Anleger zogen ihre Klagen zurück. Fast 5000 Lehman-Geschädigte erhalten von der Frankfurter Sparkasse zusammen rund 40,5 Mio. Euro und damit die Hälfte ihres Einsatzes zurück. Die Bank teilte am Montag in Frankfurt am Main mit, dass 92 Prozent der rund 5000 Kunden, die nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers wertlos gewordene Zertifikate gekauft hatten, das Vergleichsangebot annahmen. Die Bank hatte den Rückkauf der Papiere zu 50 Prozent des Nennwertes angeboten und dafür insgesamt 44 Mio. Euro bereitgestellt, erläuterte Sprecher Sven Matthiesen der Nachrichtenagentur DAPD. Durchschnittlich erhält bei einer Annahmequote von 92 Prozent jeder Lehman-Geschädigte 8800 Euro. Auch etwa die Hälfte der Kläger, die vor Gericht Schadenersatz von der Frankfurter Sparkasse zu erstreiten versuchen, hätten das Angebot angenommen und ihre Klagen zurückgezogen, sagte Matthiesen. Bundesweit haben schätzungsweise 50.000 Anleger Geld mit Zertifikaten der Lehman-Bank verloren. Diese wurden ihnen vor allem von Drittbanken verkauft. |

Gegen sie gehen viele Anleger gerichtlich vor - oft mithilfe einer Rechtsschutzpolice. Lehman hatte im September 2008 die größte Insolvenz der US-Finanzgeschichte hingelegt und damit die Finanzkrise dramatisch beschleunigt. Die seinerzeit viertgrößte US-Investmentbank hatte aggressiv auf den US-Immobilienmarkt gewettet. Lehman Brothers kam auf Vermögenswerte von 639 Mrd. $.
FTD.de, 11.01.2010 © 2010 Financial Times Deutschland |