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Zertifikate

Abschied vom Wettrüsten im Zertifikatemarkt

Kunden wünschen Standardprodukte und klare Informationen über die Zertifikate und deren Kosten. Der Trend geht klar zur Einfachheit.
Die Innovationskraft der Zertifikate-Emittenten wurde lange auf eine kreative und technologisch gut ausgestattete Produktentwicklung reduziert. Es galt, sich mit immer neuen Ideen und Produktstrukturen von den Wettbewerbern abzugrenzen. Erst die Finanzkrise setzte für Anleger wahrnehmbare Initiativen in Gang:
Standards für eine Produktklassifizierung, Leitfäden und Checklisten für Anleger und das Streben nach mehr Transparenz bei Produkten, Basiswerten und Kosten. Komplexe Wertpapiere, die Vertriebs- statt Kundeninteressen in den Vordergrund stellen, sind nicht mehr gefragt.
Heute möchten Zertifikatekäufer eindeutige und unmissverständliche Fakten. Es gilt, diese Stärke mit mehr Offenheit auszubauen. Natürlich funktioniert das vor allem mit der Veröffentlichung von sämtlichen Vertriebskosten.

Kunden wollen klare Information über Produkte und Kosten
Doch es gehört mehr dazu: Mit detaillierten Produktratings können Anleger leichter bewerten, ob Zertifikate auf ihr Risikoprofil passen; gehandelte Stückzahlen der börslichen und außerbörslichen Umsätze beweisen, wie liquide Zertifikate sind. Diese und andere Kennzahlen sind für standardisierte Produkte sinnvoll.
Komplexere Produkte hingegen lassen sich nur schwer einheitlich beschreiben - ein Grund mehr für aufgeklärte Anleger, vor allem auf bewährte Standardprodukte zurückzugreifen. Zudem sollte die Industrie den Service rundum verbessern. Nur so kann ein marktbreites Wachstum stattfinden. Dazu gehören zwei Voraussetzungen.
Berater müssen erstens auch für die sogenannten "Sekundärmarktprodukte" Provisionen erhalten dürfen, damit sie eben nicht nur in Zeichnung befindliche Zertifikate anbieten.

Abschied vom Wettrüsten im Zertifikatemarkt

Für die Anleger wäre das von großem Vorteil. Diese finanziellen Anreize sollten durch die Emittenten angeboten und veröffentlicht, von den Beratern genutzt und offen kommuniziert werden.

Der Trend geht zur Einfachheit
Zweitens sollten sich die Emittenten nicht mehr im "Wettrüsten der Produktneuheiten" messen. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist eine schier unüberschaubare Anzahl von einzelnen Produktprofilen, die kein Kunde braucht. Der Trend geht zur Einfachheit. Innovationen finden aktuell und auch künftig eher bei Technologie und Prozessen statt:
Intraday-Emissionen, eine effiziente Zertifikatesuche oder kostenlose Literatur zu Wertpapieren und deren Einsatz sind da hervorragende Beispiele. Der hier verwendete Begriff der Offenheit schließt übrigens eine offene Kommunikation mit ein.
Nicht alle Banken richteten bisher ihre Aktivitäten auf eine umfassende Information des Anlegers aus. Hier sind vor allem die Berater gefragt, Kunden mit dem Wissen zu versorgen, das die Emittenten zur Verfügung stellen.

von Heiko Weyand, Abteilungsdirektor Zertifikate-Marketing bei HSBC Trinkaus
FTD.de, 06.11.2009
© 2009 Financial Times Deutschland

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