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Vorsorge

Gold als sicherer Hafen

Der Goldpreis hatte im Zusammenhang mit der Finanzkrise in Europa am 21. Juni seinen vorläufigen Höchststand von 1.265 USD pro Feinunze erreicht. Nach einer Korrektur im Juli bewegt er sich nun in einem Seitwärtsband, bislang unter den Höchstständen vom Juni. Die Wechselkursentwicklung gibt seit der Finanzkrise in Europa im Mai keine eindeutige Linie für den Goldpreis vor. Der bis dahin zu beobachtende Gleichlauf mit dem EUR/USD-Wechselkurs ist gestört. Ursache dafür war die Vertrauens- beziehungsweise Finanzkrise in Europa, die eine Flucht in die sicheren Häfen, also gleichzeitig in USD und Gold, auslöste. Obwohl für einen starken Goldpreisanstieg vermutlich eine erneute Zuspitzung einer Krisensituation erforderlich wäre, ist davon auszugehen, dass der Goldpreis nach unten gut abgestützt ist. Wie die historische Erfahrung zeigt, tendiert der Goldpreis vor allem in einem Umfeld niedriger realer US-Zinsen, wie es in den kommenden Monaten erwartet wird, zu Preisanstiegen. Das Risiko liegt daher mehr auf der Seite für einen höheren Goldpreis, auf Sicht von zwölf Monaten wird ein Anstieg auf 1.300 USD pro Feinunze erwartet.
Die Entwicklung der Agrargüter war in den vergangenen Wochen vor allem durch den Preissprung am Weizenmarkt bestimmt. Im Zuge einer außergewöhnlich starken und lang anhaltenden Hitzeperiode in Russland traten großflächige Brände in Wald- und Torfgebieten auf und es waren auch Weizenbestände betroffen. Aufgrund der Ernteeinbußen beschloss die russische Regierung einen zeitlich befristeten Exportstopp. Zunehmende Befürchtungen für einen Angebotsschock führten zu einem starken Anstieg des Weizenpreises um annähernd 80 Prozent von Anfang Juli bis zum vorläufigen Hoch am 6. August. Die globalen Lagerbestände von Weizen sollten ausreichen, um den Exportausfall Russlands auszugleichen. Der Fokus des Markts liegt derzeit aber weniger auf den Beständen und stärker auf der Produktion. Die Witterungsbedingungen der nächsten Wochen werden noch starken Einfluss auf die Ergebnisse ausüben, sodass mit starken Preisschwankungen gerechnet werden muss. Falls es auch auf der Südhalbkugel zu witterungsbedingten Störungen der Weizenernte kommen würde, was nicht erwartet wird, müsste mit einem erneuten, länger dauernden Preisanstieg gerechnet werden. Aufgrund von Substitutionseffekten wäre dann auch mit einem deutlicheren Anstieg anderer Getreidepreise zu rechnen.
Sowohl die Internationale Energieagentur (IEA) als auch die US-Energiebehörde (EIA) und die Organisation ölexportierender Länder (OPEC) haben Anfang August ihren Ölausblick veröffentlicht. Alle drei Agenturen haben ihre Ölnachfrageprognose für August angehoben, gehen aber von einer Verlangsamung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte aus.

Gold als sicherer Hafen

Das stärkste Nachfragewachstum wird in Asien und im Mittleren Osten erwartet. In Bezug auf die Ölproduktion wurden nur kleinere Anpassungen vorgenommen. Obwohl sich die OPEC-Teilnehmer derzeit nur zu etwa 50 Prozent an die Förderquoten halten, dürften die globalen Öllagerbestände im zweiten Halbjahr abnehmen, da die Ölproduktion in den Ländern außerhalb der OPEC nicht in dem bislang erwarteten Umfang zunimmt. Die OPEC verfügt aber über die notwendigen freien Kapazitäten, um bei stärkeren Preisänderungen mit entsprechenden Produktionsausweitungen oder -reduktionen zu reagieren. Es ist davon auszugehen, dass die OPEC versuchen wird, den Ölpreis in der Nähe eines Bandes von etwa 70 bis 90 USD pro Fass zu halten.
Trotz eines anhaltend hohen Aktivitätsniveaus an den physischen Märkten bleibt die Preisentwicklung von Industriemetallen verhalten und folgt den Änderungen der Konjunkturerwartungen. Eine Verschiebung der Angebots-Nachfrage-Relationen ist derzeit noch nicht erkennbar, die Lagerbestände bei den meisten Industriemetallen sind noch hoch und nur bei einzelnen Metallen deutet sich eine Trendverbesserung an. Erst wenn sich der globale Wachstumsausblick wieder verbessert, ist mit einem breiter angelegten Anstieg der Industriemetallpreise zu rechnen. Aufgrund der Bedeutung Chinas für die Industriemetallnachfrage ist mit möglichen Impulsen Anfang Oktober zu rechnen, wenn China den zwölften Fünfjahresplan veröffentlicht.

18.10.2010

 

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