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Keine Atempause für Lebensversicherer

Die Erholung im Kapitalmarkt hat den deutschen Lebensversicherern genutzt. Doch müssen sie weiter mit den niedrigen Zinsen und hohen Kursschwankungen fertig werden, glaubt die Rating-Agentur Fitch.  
Die Rating-Agentur Fitch behält den negativen Ausblick für die deutsche Lebensversicherung bei. Im Oktober hatte sie ihre Bewertung von "stabil" auf "negativ" geändert. Das bedeutet: die Agentur erwartet in dem Segment mehr Abwertungen als Aufwertungen.
Die Branche habe sich zwar 2009 deutlich erholt, stehe aber vor großen Herausforderungen angesichts der niedrigen Zinsen und der hohen Volatilität an den Kapitalmärkten, sagte Fitch-Analyst Tim Ockenga.
2009 habe die Branche von hohen Einmalbeiträgen profitiert, die aber andererseits zu erhöhten Stornoquoten führen, wenn die Kunden ihr Geld wieder abziehen. "Viele Gesellschaften leiden weiter unter einer strukturellen Neugeschäftsschwäche."
Die Branche konnte die Nettoverzinsung von 3,4 Prozent auf 4 Prozent erhöhen, schätzt Fitch. Hauptgrund: Bei Neuanlagen in Unternehmensanleihen konnten die Versicherer hohe Zinssätze erzielen. Dabei kam es zu erheblichen Umschichtungen im Kapitalanlagebestand. Die Versicherer investierten weniger bei Banken und mehr bei anderen Unternehmen, weniger in deutschen und mehr in europäischen Staatsanleihen. Die Branche werde auch in den nächsten Jahren die Garantien von durchschnittlich 3,4 Prozent für ihre Kunden verdienen, so Ockenga.

Keine Atempause für Lebensversicherer


Ähnlich wie nach dem Börsensturz 2002/2003 sieht Fitch eine stärkere Differenzierung. "Auch damals brauchten manche Gesellschaften mehrere Jahre, um die Krise zu überwinden." Wer dagegen kapitalstärker sei, könne Gelegenheiten besser nutzen und den Kunden eine höhere Überschussbeteiligung anbieten.
Ockenga sieht neben den offiziellen Schließungen großer Gesellschaften wie Delta Lloyd und Victoria Leben einen Trend zu "stillen Schließungen" oder Run-offs von Lebensversicherern - Konzerne leiten kein Geschäft mehr in die Gesellschaft und fördern andere Lebensversicherer oder Sparten. "Die spannende Frage wird sein, ob daraus demnächst offizielle Run-offs werden", sagte er.

Von Herbert Fromme
FTD.de, 09.03.2010
© 2010 Financial Times Deutschland

 

 

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