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Clevere Strategien gegen den rasanten Kursverfall

Viele Sparer haben noch in den letzten Monaten des Jahres 2008 einen Teil ihres Geldes in Aktien umgeschichtet, um so Kursgewinne vor der Abgeltungsteuer zu retten. Nun stehen sie vor Verlusten - und laufen Gefahr angesichts weiter sinkender Kurse noch mehr zu Geld zu verlieren. Die logische Maßnahme wäre, jetzt zu verkaufen und bei niedrigeren Kursen wieder einzusteigen. Damit wären dann aber künftige Gewinne zu versteuern.
Eine Alternative liegt darin, sich über andere Produkte gegen Verluste abzusichern. Die einfachste Möglichkeit bieten Indexfonds, die einen Index spiegelbildlich wiedergeben: Sinkt der Basis-Index im Wert, so steigt der entsprechende Short-Index und damit der Indexfonds, der ihn abbildet. Solche Produkte gibt es beispielsweise für den Dax (Short-Dax-ETF der Deutschen Bank: DBX1DS) oder für den EuroStoxx50 (Short-EuroStoxx50-ETF von Comstage: ETF062). Das Problem: Der Anleger braucht etwa die gleiche Summe, die er bereits investiert hat, um Verluste über den Short-Indexfonds auszugleichen.
Auch für sogenannte Reverse-Bonus-Zertifikate muss der Anleger noch einmal relativ viel Geld investieren, um sich effektiv abzusichern. Dafür bieten diese Papiere aber weitere Vorteile. Sie garantieren eine festgelegte Verzinsung, sofern der Basiswert (also beispielsweise der Dax) bis zum Ende der Laufzeit eine bestimmte Schwelle zu keinem Zeitpunkt nach oben durchbricht. Ein entsprechendes Papier der Deutschen Bank mit Laufzeit bis zum 1. Dezember 2010 setzt diese Schwelle beispielsweise bei 6400 Punkten an (DB4CFZ). Der Vorteil: Je näher das Ende der Laufzeit rückt, desto stabiler wird das Zertifikat, desto weniger schwankt es also im Wert.

Clevere Strategien gegen den rasanten Kursverfall


Mit deutlich weniger Kapital kommt dagegen aus, wer eine Absicherung über sogenannte Put-Optionsscheine versucht. Diese Scheine setzen auf fallende Kurse und vervielfachen die Bewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. So kostet als Beispiel ein Schein von Goldman Sachs auf den Dax (GS1JXH) aktuell rund 3,50 Euro. Sinkt der Dax bis zum Ende der Laufzeit Mitte Juni um 20 Prozent, so steigt der Wert des Scheins auf 7,60 Euro, also um über 100 Prozent.
Geht es in die umgekehrte Richtung, ist allerdings auch ein Totalverlust möglich. Überhaupt sollten Anleger, die auf fallende Kurse setzen, bereit sein, sich intensiv und permanent mit den Börsen zu beschäftigen. Denn all diese Instrumente sind nicht als Langfristanlage geeignet, sondern nur zur kurzzeitigen Absicherung - es sei denn, man rechnet über Jahre hinweg mit sinkenden Kursen.

03.03.2009
Quelle: WELT ONLINE

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