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Gewinnmitnahmen dominieren Dax-Handel

Frankfurt - Am Donnerstag knüpft der Dax an die schlechte Performance des Vortages an. Das Kursbarometer zeigt nach unten.
Am Nachmittag fiel der Dax um 0,60 Prozent auf 7.040,48 Punkte. Ebenfalls bergab ging es für den MDax und zwar um 1,85 Prozent auf 10.058,98 Punkte. Der TecDax verlor 2,28 Prozent auf 859,66 Punkte.
Anleger machen Kasse, was schon am Vortag für fallende Kurse sorgte. Dazu beigetragen habe auch, dass ein überraschend starkes Wirtschaftswachstum in China wieder Sorgen um eine weitere Straffung der chinesischen Geldpolitik genährt habe. Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen der US-Bank Morgan Stanley sowie überraschend geringe Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe konnten die Stimmung am Nachmittag indes nur geringfügig aufhellen. Anleger warteten bereits auf weitere Konjunkturdaten aus den USA, die im Tagesverlauf noch folgen.
Im Brennpunkt der Anleger standen die Anteilsscheine von Klöckner & Co , die wegen einer angekündigten Übernahme um 4,62 Prozent auf 23,315 Euro in die Höhe schnellten und damit die Spitzenposition im MDax einnahmen. Der Stahl- und Metallhändler hatte am Vorabend bekanntgegeben, mit dem US-Konzern Macsteel eine grundsätzliche Übereinkunft über eine Übernahme erzielt zu haben. Analysten äusserten sich positiv zu dem Zukauf. Laut dem UBS-Experten Andrew Snowdowne steigt Klöckner damit zu einem der drei grössten Stahlhändler in den USA auf.
Auch Autowerte kamen im Dax kräftig unter Druck. Analyst Klaus Stabel von der ICF Kursmakler AG führte dies darauf zurück, dass die lange Zeit starken Papiere der Autobauer seit Beginn des Jahres nicht mehr in der Favoritenrolle seien. Volkswagen verloren 3,82 Prozent auf 116,50 Euro und auch Daimler und BMW gaben zwischen 3,75 und 3,85 Prozent nach.

Gewinnmitnahmen dominieren Dax-Handel

Versorger, Versicherer und Banken stünden dagegen nun in der Pole Position, so Stabel. Commerzbank stiegen als bester Dax-Wert um 3,42 Prozent auf 5,867 Euro. RWE und Eon kletterten jeweils um rund 1,8 Prozent auf 54,29 und 24,78 Euro in die Höhe. Allianz legten 1,37 Prozent auf 97,28 Euro zu.
Zu den schwächsten Werten im Dax zählt die Aktie von K+S. Die Papiere des Düngemittel- und Salzkonzerns rutschten um 3,80 Prozent auf 53,700 Euro ab. Ein Händler betonte, dass Rohstoffwerte europaweit unter Druck stünden. Die Schwäche erklärte er mit Sorgen um vermeintliche geldpolitische Straffungen, was die Aktien belaste.
Zum MDax: Die vortags schon besonders schwachen Papiere von ProSiebenSat.1 gaben weitere 3,86 Prozent auf 22,015 Euro nach, nachdem die Citigroup ihr Votum von "Buy" auf "Hold" gesenkt, das Kursziel aber von 17,50 auf 25,00 Euro angehoben hatte. Aktien von IVG konnten indes 2,02 Prozent auf 6,969 Euro zulegen. Das Immobilienunternehmen hat planmässig mit seinem Entschuldungsprogramm begonnen, mit dem bis Ende 2012 insgesamt rund 600 Millionen Euro getilgt werden sollen. Zum Jahresende 2010 waren 120 Millionen Euro in die Tilgung eines Kredits aus dem Vorjahr geflossen, teilte IVG mit.

20.01.2011
 

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