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Heute günstig im Angebot: Aktien!

Aktien kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen. Diese alte Börsenweisheit ist aktueller denn je. Selten donnerten die Kanonen heftiger als in diesem Herbst. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Aktien zu kaufen?
Verunsichert durch eine immer weiter um sich greifende Finanzkrise und getrieben von Rezessionsängsten sind derzeit fast alle wichtigen Indizes auf Talfahrt. Ein Hauch von Hysterie liegt über den Börsenparketts. Selbst abgeklärte Profis trennen sich unter dem Eindruck des Herdentriebs von ihren Beständen. Man könnte meinen, dies sei nun für Privatanleger der richtige Zeitpunkt, in Aktien zu investieren. Aber kann man auch wirklich sicher sein, dass die Talsohle bereits erreicht ist und nicht neue Schreckensmeldungen die Kurse noch weiter nach unten drücken?

Ja und Nein

Die Antwort lautet sybillinisch: Ja und Nein.
  Nein, weil weitere Verluste keinesfalls auszuschließen sind. Die Kurse können durchaus noch weiter fallen, die Nervosität der Marktteilnehmer ist momentan sehr groß. Seriös kann derzeit niemand darüber Auskunft geben, wie sich die Finanzkrise auf die reale Wirtschaft auswirken wird. Dass Unternehmen wegen der allseits prognostizierten Wachstumsschwäche zukünftig weniger Gewinne erwirtschaften werden, ist naheliegend, aber nicht zwangsläufig. Immer wieder nutzten Unternehmen in der Vergangenheit Konjunkturflauten zu Umstrukturierungen, machten ihre Hausaufgaben und kamen danach gestärkt und neu aufgestellt aus der Krise. Die Kurse sind derzeit äußerst volatil und nichts für Anleger mit schwachen Nerven oder kurzfristigem Liquiditätsbedarf. Wer ruhig schlafen möchte und nächstes Jahr einen Hauskauf plant, sollte die Finger von Aktien lassen. Ob die Kursverluste schon im kommenden Jahr wieder egalisiert werden können, ist mehr als fraglich. Vieles deutet auf eine längere Konjunkturflaute hin. Andererseits wurden Kurseinbrüche der wichtigsten Aktienindizes in der Vergangenheit immer wieder wettgemacht. Dies beweisen statistische Erhebungen. Langfristig betrachtet erzielt der Dow Jones eine Rendite von circa 10 % jährlich. Solche Renditen suchen ihresgleichen. 
  Ja, weil jetzt ein guter Zeitpunkt für ein langfristiges Aktienengagement ist. Pfiffige Anleger handeln antizyklisch und erzielen damit langfristig gute Ergebnisse. Denn es ist objektiv unklug, Aktien dann zu kaufen, wenn sie begehrt sind. Marktgesetze gelten überall und begehrte Sachen sind eben teurer als Ladenhüter. In der Praxis ist jedoch häufig Gegenteiliges zu beobachten. Aktien werden am liebsten in Zeiten hoher Kurse gekauft, während die Anleger dann, wenn die Papiere billig sind, lieber sichere Häfen anlaufen und ihr Geld aufs Sparbuch tragen. Dies mag beruhigen, dürfte aber wenig ökonomisch sein. Wissenschaftler bezeichnen dieses Verhaltensmuster denn auch liebevoll zynisch als "Charme der Verlierer". Kapitalanleger sollten Aktien bei günstigen Einstandspreisen anschaffen, nicht dann, wenn alle anderen auch Aktien haben wollen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber doch so selten befolgt. Damit Anleger, die umsichtig den Einstiegszeitpunkt zum Aktieninvestment wählen, sich nicht dennoch bei den Verlierern einreihen müssen, sollten sie einige eherne Ratschläge beim Aktienkauf beherzigen, die fast immer zutreffen: Aktien sollte nur kaufen, wer das Geld hierfür langfristig nicht benötigt. Wer aufgrund eines akuten Liquiditätsbedarfs dazu gezwungen ist, seine Aktien kurzfristig zu verkaufen, kann viel Geld verlieren.

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Umsichtig und risikoarm handelt, wer solide und umsatzstarke Aktien anschafft, also Wachstumswerte (auch "Blue Chips" genannt), die in der Vergangenheit durch kontinuierliche Wertentwicklungen überzeugen konnten. Spekulative Werte mit Wachstumschancen aber nicht erprobten Geschäftsmodellen sind für Privatanleger weniger geeignet.

Attraktive KGV

  Vom Kursstrudel der vergangenen Wochen wurden auch Standardwerte mitgerissen, die nicht unmittelbar von der Finanzkrise betroffen sind. Aufgrund gefallener Aktienkurse werden viele solide Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex "DAX" derzeit mit einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) bewertet - das gab es seit Jahrzehnten nicht mehr. Zur Ermittlung des KGV wird der Kurs der Aktie mit dem zu erwartenden Gewinn je Aktie in Relation gesetzt. Je niedriger der Wert, umso besser. Die Aktienkurse von ThyssenKrupp oder Daimler beispielsweise haben sich seit Jahresbeginn halbiert und beide sind bekannt als brave Dividendenzahler. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes für Stahl und Automobil geradezu eine Einladung für langfristig orientierte Anleger mit Renditeerwartung.

Verluste mitnehmen

  Auch die steuerlichen Rahmenbedingungen sind vielversprechend. Wer Aktien noch vor dem 01.01.2009 erwirbt, kann die alte Rechtslage konservieren und Abgeltungsteuer auf Wertzuwächse vermeiden. Bei Aktienkäufen ab 2009 unterliegen sowohl die Kapitalerträge als auch die Wertsteigerungen der Abgeltungsteuer. Realisierte Spekulationsverluste, die innerhalb der letzten 12 Monate eintraten, können mit Gewinnen oder Erträgen anderer Kapitalanlagen verrechnet werden. Dies kann helfen, Steuern zu sparen. Gelangt der Kapitalanleger nach einem Depot-Check zur Auffassung, dass trotz aktueller Verluste seinen im Depot befindlichen Wertpapieren langfristige Perspektiven zukommen und er darauf nicht verzichten möchte, so kann ein Verkauf der Aktien vorteilhaft sein, wenn er Aktien der gleichen Gesellschaft bald darauf nachkauft. Denn die realisierten Verluste können in der Zukunft helfen, die Steuerlasten zu mindern. Vgl. hierzu den Beitrag "Verluste mitnehmen".

© Thomas M.R. Disqué
16.10.2008
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