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Europa blickt ängstlich nach Irland

London, Paris, Frankfurt - Am Freitag schlossen zum Wochenausklang die wichtigsten europäischen Aktienindizes schwächer, nachdem die massive Abstufung der Kreditwürdigkeit Irlands für Unruhe sorgte.
So sank der Eurostoxx 50 am Freitag um 0,84 Prozent auf 2.821,77 Punkte. Auf Wochensicht gab der Leitindex damit um 0,63 Prozent nach. In Paris verlor der CAC-40-Index 0,54 Prozent auf 3.867,35 Punkte. Der britische FTSE 100 gab vergleichsweise moderate 0,16 Prozent auf 5.871,75 Punkte ab. Beide Indizes behielten aber eine positive Wochenbilanz.
Die Ratingagentur Moody's hatte die Kreditwürdigkeit Irlands um gleich fünf Noten von "Aa2" auf "Baa1" abgestuft. Gleichzeitig warnte Moody's vor einer weiteren Herabstufung, falls das Land seine Schuldenentwicklung nicht auf absehbare Zeit unter Kontrolle bringe. Wieder hochgekochte Sorgen um die Schuldenkrise der Eurozone belasteten vor allem Bankentitel.
Neben irischen Banken gerieten wie in der Vergangenheit vor allem die Aktien italienischer und spanischer Kreditinstitute unter Druck. So rutschten Intesa SanPaolo mit minus 3,37 Prozent auf 2,0800 Euro an das Ende im EuroStoxx, gefolgt von Unicredit-Aktien mit einem Abschlag von 3,22 Prozent auf 1,5630 Euro. BBVA-Papiere verloren 2,69 Prozent auf 7,5900 Euro und Aktien von Generali knüpften mit minus 2,31 Prozent auf 14,3800 Euro an den schwachen Vortag an. Neben der Abstufung Irlands wurde auch eine leichte Enttäuschung über den EU-Krisengipfel als Grund für Verkäufe angeführt.
Aktien der britischen Lloyds verbilligten sich als drittschwächster Wert im "Footsie" um 3,57 Prozent auf 66,50 Pence. Die Schuldenkrise Irlands belastet das Ergebnis der teilverstaatlichten Bank stärker als bislang bekannt.

Europa blickt ängstlich nach Irland

Wegen der anhaltenden Probleme müssen die Werte der von der Bank gehaltenen Papiere noch einmal berichtigt werden. Es handele sich dabei um rund zehn Prozent des 26,7 Milliarden Pfund schweren Portfolios. Insgesamt belaufen sich die Belastungen der Bank infolge der Irland-Krise in diesem Jahr auf 4,3 Milliarden Pfund (rund 5 Mrd Euro).
Aktien von AstraZeneca , mit minus 6,72 Prozent auf 2.941 Pence schwächster Wert im britischen Leitindex, zogen auch den gesamteuropäischen Gesundheitssektor deutlich nach unten. Der Pharmakonzern hatte im ersten Anlauf keine US-Zulassung für seinem Blutverdünner Brilinta gekommen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe zusätzliche Analysen angefordert, hiess es. Aktien von Sanofi-Aventis konnten nicht von der gemeldeten Zusammenarbeit mit der Merck KGaA in der Krebsforschung profitieren und schlossen 1,10 Prozent im Minus auf 48,655 Euro.
Gefragt war dagegen der Technologiesektor und hier besonders Softwaretitel nach überraschend guten Zahlen von Oracle . Papiere von Autonomy sprangen um 5,32 Prozent auf 1.545 Pence an die Spitze des britischen Leitindex und Atos Origin gehörten mit plus 3,27 Prozent auf 39,750 Euro zu den Favoriten in Frankreich. SAP wurden im EuroStoxx ebenfalls nur von ArcelorMittal übertroffen.

17.12.2010
 

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