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EU-Hoffnungen treiben Dax ins Plus

Frankfurt - Am Donnerstag konnte der Dax nach leichten Verlusten zu Beginn des Handeltages ins Plus drehen. Positive Impulse verspricht man sich vom EU-Gipfel.
Der deutsche Leitindex kletterte am Morgen mit 0,20 Prozent ins Plus auf 7.030,48 Punkte. Am Vortag bereits hatte sich der Dax nach schwächerem Start wegen Sorgen um die Finanzlage Spaniens im Verlauf erholt und schliesslich nur 0,16 Prozent verloren. Der MDax mittelgrosser Werte stand am Morgen mit um 0,01 Prozent im Plus bei 9.921,82 Punkten, der TecDax legte 0,35 Prozent auf 834,76 Punkte zu.
Händlern zufolge sind zunächst alle Augen auf den Verkauf spanischer Staatsanleihen am Vormittag gerichtet, dem mit Nervosität entgegen geblickt werde. Ein steigender Euro und die Vorfreude auf eventuelle positive Impulse vom EU-Gipfel signalisierten hier aber aufkommenden vorsichtigen Optimismus und das habe auch dem deutschen Leitindex ins Plus geholfen. Zuvor hatte die schwache Schlusstendenz der Wall Street am Vorabend laut Analyst Ben Potter von IG Markets auf die Stimmung gedrückt. Diese stelle die "Weihnachtsrally" an den Börsen derzeit in Frage.
Händler sprachen von einer relativ dünnen Nachrichtenlage, vor allem im Dax. Beiersdorf-Aktien büssten nach negativen Analystenkommentaren am Dax-Ende weitere 0,55 Prozent auf 40,970 Euro ein. So stuften die Unicredit und Credit Suisse das Papier des Konsumgüterkonzerns nach dem Analystentreffen am Vortag ab und Morgan Stanley sowie die Commerzbank senkten beispielsweise ihre Kursziele. Somit hält der Druck auf die Aktien an, nachdem diese bereits am Vortag wegen negativ aufgenommener Gewinnziele um knapp sechs Prozent eingebrochen waren. Bereits in der Vorwoche hatten Börsianer das Papier nach Aussagen zur Entwicklung 2010 abgestraft.

EU-Hoffnungen treiben Dax ins Plus

Im MDax sorgte eine Abstufung für die grösste Kursbewegung bei den Aktien von Kabel Deutschland (KDG), die am Indexende 3,97 Prozent auf 36,390 Euro einbüssten. Nach der jüngsten Kursrally des Kabelnetzbetreibers nahmen die Analysten der Schweizer Grossbank UBS ihr Votum von "Buy" auf "Neutral" zurück und liessen ihr Kursziel bei 41,00 Euro.
Dass sich der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) weiteres Geld für seinen Wachstumskurs besorgt, brachte der Aktie ein Minus von 1,69 Prozent auf 20,950 Euro ein. Damit war sie drittschwächster Wert im MDax. Am 22. Dezember soll eine Wandelanleihe mit einem Emissionsvolumen von rund 185 Millionen Euro begeben werden. Die Schuldverschreibungen wären in 6,65 Millionen Aktien wandelbar.
Dagegen verteuerten sich ProSiebenSat.1 an der MDax-Spitze um 2,21 Prozent auf 22,680 Euro. Dabei zeigt das Medienhaus Axel Springer momentan kein Interesse an dem TV-Konzern. "Es gibt derzeit keine Pläne für eine Übernahme oder Beteiligung an der Sendergruppe", sagte ein Sprecher von Springer der Nachrichtenagentur dpa. Die UBS erhöhte unterdessen ihr Kursziel für die Vorzugsaktien von 18,30 auf 21,00 Euro.

16.12.2010

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