Tokio sorgt sich um Europas Schulden
Tokio - Am Dienstag schloss die Tokioter Börse mit Verlusten. Gewinnmitnahmen dominierten das Tagesgeschehen. Der Nikkei-225-Index gab um 1,87 Prozent auf 9.937,04 Punkte nach. Am Montag noch hatte der japanische Leitindex auf dem höchsten Stand seit fünf Monaten geschlossen. Auf Monatssicht sieht die Bilanz ebenfalls gut aus: Der Nikkei konnte im November um acht Prozent zulegen, so viel schaffte er zuletzt im März. Der breiter gefasste Topix ging an diesem Dienstag mit einem Minus von 1,56 Prozent bei 860,94 Punkten aus dem Handel. Das Fünfmonatshoch am Vortag habe Investoren zu Gewinnmitnahmen verleitet, hiess es am Markt. Zudem sorgten die anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise in Europa ebenfalls für Unsicherheit. Darüber hinaus verwiesen Marktteilnehmer auf einen Liquiditäts-Engpass am chinesischen Geldmarkt. Dieser habe Privatanleger dazu veranlasst, sich vor allem von Finanz- und Rohstofftiteln zu trennen. |

Nachdem Exportwerte dem Nikkei am Vortag noch zu seinem Gewinn verholfen hatten, gehörten Werte wie Kyocera am Dienstag zu den grössten Verlieren. Papiere des Softwareunternehmens Cresco gewannen deutlich hinzu, nachdem der Konzern angekündigt hatte, bis zu 3,8 Prozent der eigenen Aktien bis zum 31. Mai kommenden Jahres zurückkaufen zu wollen.
30.11.2010 |