Europäische Börsen fahren Achterbahn
London, Paris, Frankfurt - Am Mittwoch fahren die eurpäischen Börsen Achterbahn. Davon unbeeindruckt setzt der Goldpreis seine Rekordjagd fort. Der DAX sank um 0,8 Prozent auf 6228 Punkte, der Stoxx 50 verlor ebenfalls 0,8 Prozent. Der Pariser CAC 40 büßte ebenso wie der FTSE 100 in London 0,6 Prozent ein. Gute Vorgaben von der Wall Street und aus Fernost verliehen den europäischen Leitindizes nur im frühen Handel Auftrieb. Wie am Vortag zeigten sich die Märkte jedoch schwankungsanfällig und gaben ihre Kursgewinne ab. Während die Aktienmärkte richtungslos tendierten, führte der Goldpreis seine Rekordjagd fort und setzte zwischenzeitlich bei 1312,65 Dollar eine neue Bestmarke. Zu Beginn der Woche hatte der Goldpreis erstmals die Marke von 1300 Dollar geknackt. Bayer erlitt eine Schlappe vor einem US-Gericht. Der Pharmahersteller wollte dem US-Konkurrenten Watson Pharmaceuticals und der Novartis-Tochter Sandoz durch rechtliche Schritte untersagen, Nachahmerprodukte zu Bayers Verhütungsmittel Yasmin auf den Markt zu bringen. Die Klage wurde jedoch abgewiesen. Mit der Produktfamilie um Yasmin fuhr Bayer im vergangenen Jahr weltweit insgesamt Umsätze von 1,28 Mrd. Euro ein. Der Titel verlor 0,9 Prozent. Auf der dünn besetzten Verliererliste notierte RWE nach einer Verkaufsempfehlung der Schweizer Bank UBS. Die Analysten kritisierten die Ergebnisentwicklung als im europäischen Vergleich zu schwach und bezeichneten das Papier als zu teuer. Der Titel verlor um 1,1 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg erfahren haben will, steht beim Automobilhersteller BMW eine Vertragsverlängerung mit Vorstandschef Norbert Reithöfer bis 2016 bevor. Die Aktie gewann 0,8 Prozent. |

Die schwedische Bekleidungskette H&M enttäuschte mit ihrem Geschäftsergebnis im dritten Quartal. Der Vorsteuergewinn verfehlte zuletzt mit 5,7 Mrd. Kronen (830,7 Mio. Euro) die durschnittliche Schätzung der Analysten, die mit 6,1 Mrd. Kronen gerechnet hatten. Die Aktie verlor 6,3 Prozent. Nach der Ölkrise im Golf von Mexiko kommt es zu drastischen personellen Konesequenzen in der Führungsebene von BP. Nach Medienberichten sollen der Leiter der Abteilung Exploration und Produktion, Andy Inglis und dessen Geschäftsführer Doug Suttles ihre Ämter abgeben. die Aktie von BP stieg um 0,8 Prozent. Die asiatischen Märkte hatten den Handel mit Gewinnen beendet, nachdem die chinesische Industrieproduktion zwei Monate in Folge angestiegen war. Weiterhin gab es Spekulationen, dass die Bank of Japan ihre Geldpolitik lockern könnte. Der Nikkei stieg um 0,7 Prozent auf 9559 Punkte, der Topix notierte nach einem Anstieg von 0,5 Prozent bei 847 Punkten. In Tokio war die Shinsei Bank mit 6,9 Prozent einer der grössten Gewinner, nachdem sie ihre Überschusserwartung für 2012 um 59 Prozent erhöht hatte.
29.09.2010 |