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Aktien

Frankfurt kaum verändert

Frankfurt - Am Dienstag zeigen sich die deutschen Aktienindizes ohne neue Impulse. Der Dax ist kaum verändert.
Nach den Kursgewinnen der Vortage sei es ohnehin an der Zeit durchzuatmen, sagten Börsianer, zumal wichtige Konjunkturdaten den Börsen noch neue Impulse geben dürften. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax stand um 8.10 Uhr bei 6.260 Punkten um 0,06 Prozent unter dem Xetra-Daxschluss vom Vortag. Der Leitindex war gut in die Woche gestartet und erreichte ein neues Monatshoch.
Positive Nachrichten vom Wochenende wie das gute Wachstum in China und die Einigung auf Basel III könnten den Markt durchaus weiter stützen, sagte ein Börsianer. Andererseits stünden wichtige Konjunkturdaten aus den USA und auch Deutschland ins Haus, so dass sich angesichts zuletzt starker Kursgewinne die Anleger zunächst abwarten dürften. Von den Weltbörsen kommen ebenfalls keine klaren Impulse. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,06 Prozent seit dem Vortagesschluss auf Xetra und veränderte sich damit kaum. In Japan gab der Leitindex Nikkei 225 leicht nach.
Deutschen Post rücken mit einem Vorstandsinterview in den Blick. Post-Chef Frank Appel sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ), dass sich die Rahmenbedingungen für die Post "in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert" haben. Die Post müsse permanent über Kostensenkungen nachdenken. Mit Blick auf die gewünschte Erhöhung der Portogebühren im kommenden Jahr verwies Appel auf stark rückläufige Mengen, die ausgeglichen werden müssten. Der Börsianer hält die Aussagen zwar für leicht negativ, rechnet aber nicht mit einer grösseren Kursreaktion. Die Aktien sackten bei Lang & Schwarz um etwas mehr als ein halbes Prozent ab.
Schlechte Nachrichten gibt es laut Händlern für die Telekom : Das superschnelle Internet der neuen Generation soll einem Pressebericht zufolge nach dem Willen der EU-Kommission allen interessierten Anbietern offenstehen und nicht nur den grossen Telekomkonzernen.

Frankfurt kaum verändert

 Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" will die Brüsseler Behörde am kommenden Montag Leitlinien verabschieden, denen zufolge beim Ausbau des Glasfaserkabelnetzes weder die Deutsche Telekom noch andere Netzbetreiber neue Monopole errichten dürfen. Mit den Vorgaben der EU sei nun klar: Wer in Europa Glasfaserkabel verlegt, müsse allen interessierten Rivalen Zugang zu seinen Netzen geben ? zu regulierten Preisen. Für die Branche ist Aufrüstung der Infrastruktur ein wichtiger Zukunftsschritt hin zu schnellerem Internet.
Nach der Festlegung der Konditionen für die Kapitalerhöhungen werden die Aktien von Heidelberger Druckmaschinen und von Sky Deutschland ex Bezugsrecht gehandelt. Ein Aktienhändler errechnet den Wert des Bezugsrechtes für Heideldruck auf Basis des Vortagesschluss bei 2,23 Euro. Die Aktie sollte dann bei etwa 3,80 Euro in den Handel einsteigen. Analysten reduzierten ihre Kursziele für die Aktien und passten sie an den Abschlag der Bezugsrechte an. JPMorgan hat ein neues Kursziel von 4,25 Euro, Merrill Lynch setzt das Ziel auf 4,00 Euro. Die Bezugsrechte für die Aktien des Bezahlfernsehsenders Sky sei theoretisch wertlos, da die Papiere unter dem Bezugspreis notieren. Hier dürfte aber ein Optionswert angesetzt werden.

14.09.2010

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