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Aktien

Europa mit Verlusten

London, Paris, Frankfurt - Am Donnerstag zeitigen die wichtigsten europäischen Aktienmärkte weitere Kursverluste.
"Die derzeit weltweite Pessimismus-Welle dürfte den Handel in Europa dominieren", sagte Cameron Peacock, Analyst bei IG Markets. Insgesamt habe die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung wieder zugenommen, hieß es am Markt. Bereits am Vortag hatten die europäischen Börsen sehr schwach geschlossen. Die Kurse an der Wall Street und an der Börse in Tokio brachen anschließend ebenfalls ein. Der Future auf den EuroStoxx 50 (Zürich: Nachrichten) verlor um 8.15 Uhr 0,29 Prozent gegenüber dem Schlussstand des Eurozonen-Leitindex vom Mittwoch. Den Londoner FTSE 100 taxierte Finspreads um 0,37 Prozent tiefer. Auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones (DJIA) gab seit Handelsschluss in Europa nach. Die Talfahrt an der Börse in Tokio hat am Donnerstag angehalten und den japanischen Leitindex im Verlauf auf ein Dreizehnmonatstief geführt. Im späten Verlauf erholten sich die Kurse etwas, der Nikkei-225 schloss letztlich 0,9% oder 80 Punkte tiefer bei 9.213. Für den breiter gefassten Topix ging es um 0,8% bzw 7 Zähler auf 828 talwärts. "Wir scheinen in eine weitere Spirale weltweit fallender Aktienkurse einzutreten", sagte Marktstratege Yoshihiro Ito von Okasan Online Securities auch mit Blick auf die schwachen US-Vorgaben. Wie schon am Vortag war es erneut der aufwertende Yen, der als Hauptursache für den Verkaufsdruck im Handel genannt wurde. Zwischenzeitlich war der Dollar unter die wichtige Marke von 85 JPY auf ein 15-Jahrestief bei 84,72 JPY gefallen.
Im späten Verlauf kam der Yen etwas zurück und zog die Aktienkurse damit über die Tagestiefs. Hintergrund waren Aussagen des japanischen Premierministers Naoto Kan, wonach der Höhenflug des Yen zu "schnell" bzw zu "heftig" erfolge.

Europa mit Verlusten

Daneben gab es Berichte über ein Treffen hochrangiger Regierungsmitglieder mit Vertretern der japanischen Notenbank, auf dem die Wechselkurssituation diskutiert worden sein soll. Mit diesen Meldungen habe der Yen etwas abgewertet, was den Druck vom Aktienmarkt genommen habe, hieß es im Handel. "Solange die Regierung in der Wechselkursproblematik nicht reagiert, gibt es kaum Hoffnung auf eine Erholung am Aktienmarkt", sagte ein Marktstratege.
Bis auf einen Sektor bewegten sich alle Branchen in negativen Gefilden. Besonders deutlich fielen die Kurse bei den Aktien von Konsumfinanzierern: So sanken Aiful nach Vorlage schwacher Erstquartalszahlen um 1,7% auf 115 JPY und Acom um 7% auf 1.378 JPY. Im Exportsektor büßten Nintendo 3,5% auf 22.380 JPY und Sony 1,6% auf 2.564 JPY ein. Toyota drehten im Verlauf ins Plus und legten um 0,3% auf 3.030 JPY zu, zuvor war der Kurs erstmals seit März 2009 unter die Marke von 3.000 JPY gefallen.
Nach enttäuschenden Geschäftszahlen ging es für Dai-ichi Life um 5,7% auf 108.000 JPY talwärts. Die Papiere des Werbegiganten Dentsu gaben um 3,6% auf 2.013 JPY nach. Die Geschäftszahlen seien nur auf den ersten Blick positiv ausgefallen, merkte ein Analyst an. Nippon Paper zogen dagegen um 0,8% auf 2.289 JPY an, Oji Paper stiegen um 1% auf 415 JPY.

12.08.2010

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