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Dax tendiert nach unten

Frankfurt - Am Freitag knüpft der Dax an seine Vortagsverluste an. Der Leitindex sinkt auf 6.108,32 Punkte.
Nach einer anfangs kaum veränderten Tendenz sank der Leitindex im frühen Handel um 0,43 Prozent auf 6.108,32 Punkte. Der MDax verlor 0,23 Prozent auf 8.386,24 Punkte und der TecDax fiel um 0,66 Prozent auf 766,54 Punkte. Am Markt sprachen Börsianer von Zurückhaltung der Investoren.
"Die Skepsis über den Zustand der US-Wirtschaft dürfte weiter anhalten, weshalb wohl vor dem Wochenende sehr genau auf die US-Konjunkturdaten geachtet werden wird", sagte etwa Marktexperte Chris Weston von IG Markets. An Daten stehen das Bruttoinlandsprodukt, der Chicago Einkaufsmanager-Index und das Konsumklima der Uni Michigan auf der Agenda.
Nachdem am Donnerstag eine Flut an Geschäftsberichten den Markt überschwemmt hatte, kehrte an diesem Morgen etwas Ruhe ein. Aus dem Dax berichtete nur HeidelbergCement über das abgelaufene Quartal, im MDax stehen EADS, ElringKlinger, die Gea Group und Wacker Chemie mit Zahlen im Blick.
Die Aktie des Baustoffe-Herstellers HeidelbergCement war mit minus 3,20 Prozent auf 38,790 Euro schwächster Dax-Wert. Die Zahlen zum zweiten Quartal wurden von Händlern als "gemischt" bewertet. "Umsatz und operatives Ergebnis überzeugten, doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und das Nachsteuerergebnis enttäuschten", urteilte einer von ihnen. Ein zweiter sah vor allem Probleme durch die Charttechnik, da die Aktien bislang Schwierigkeiten gehabt hätten, den Widerstand bei 40,00 Euro zu durchbrechen.
An der MDax-Spitze sprangen dagegen die Aktien des Flugzeug- und Rüstungskonzerns EADS um 3,33 Prozent auf 18,130 Euro hoch. Das Unternehmen bekräftigte nach einem Auftragsboom im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Die Prognosen für Aufträge, Umsatz, Rentabilität und freien Cash Flow seien zudem angehoben worden, betonte ein Händler.

Dax tendiert nach unten

Beim Maschinenbau-Konzern Gea verwiesen Börsianer für die Aktienverluste von etwas mehr als vier Prozent vor allem auf Enttäuschungen auf der Ergebnisseite im zweiten Quartal. Gea profitierte zwar besonders von der wachsenden Nachfrage in Asien und legte bei Auftragseingang und Umsatz etwas stärker als erwartet zu, der operative Gewinn und der Überschuss blieben allerdings darunter. Der Ausblick wurde bestätigt.
Trotz positiver Kommentare von Händlern auf die Quartalszahlen des Halbleiter-Zulieferers und Chemiekonzerns Wacker Chemie gaben dessen Aktien um 1,80 Prozent auf 125,25 Euro nach. Das Unternehmen hatte nach einem Umsatz- und Gewinnschub im abgelaufenen Jahresviertel seine Prognosen für das Gesamtjahr hochgeschraubt. Kaum besser erging es den Anteilsscheinen von ElringKlinger , die um etwas mehr als ein Prozent nachgaben. Der Autozulieferer hatte nach einem starken zweiten Quartal ebenfalls seine Jahresprognosen angehoben.

30.07.2010

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