Tokio sehr schwach
Tokio - Am Mittwoch verzeichnete der japanische Aktienmarkt starke Verluste. Mit einem Minus von fast 2 Prozent endete der Nikkei bei 9.382 Punkten und damit einem 7-Monatstief. Er musste damit das schlechteste Handelsquartal seit den drei letzten Monaten des Jahres 2008 im Sog der Pleite von Lehman hinnehmen. Zum letzten Handelstag des ersten Halbjahres steht der Leitindex damit rund elf Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Der breiter gefasste Topix fiel um 1,26 Prozent auf 841,42 Punkte. Sorgen um fiskalpolitische Bremsmassnahmen in China und Indien mit wohl negativen Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum haben Händlern zufolge ebenfalls auf die Stimmung gedrückt. Börsianer verwiesen auch auf überraschend schwache Konjunkturdaten: Die japanische Industrie hatte ihre Produktion wegen geringerer Autoexporte nach Amerika und Asien etwas gedrosselt, während die Arbeitslosenquote gestiegen ist. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt damit trotz Anzeichen einer Konjunkturerholung weiter ernst. In Japan sind zudem die Ausgaben der privaten Haushalte im Mai überraschend gefallen.
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Unter Druck hätten wegen der schlechten Vorgabe der Wall Street vor allem Halbleiterwerte gestanden - der US-Branchenindex PHLX Semiconductor Index hatte mit minus 4,64 Prozent besonders schwach geschlossen. Die negativ aufgenommene Bilanzvorlage von Micron Technology hatte die Aktien des Speicherchipherstellers um 13,47 Prozent abstürzen lassen. In Japan verloren Tokyo Electron 3,1 Prozent auf 4.855 Yen
30.06.2010 |