Drastische Verluste in Asien
Tokio - Am Montag rutschten die wichtigsten japanischen Aktienindizes stark ins Minus. Angesichts anhaltender Sorgen um die Schuldenkrise in Europa und des Kursrutsches an der Wall Street schloss der Nikkei-225-Index mit einem Verlust von 3,84 Prozent bei 9.520,80 Punkten. Es war der grösste Tagesverlust in den vergangenen 14 Monaten. Der breiter gefasste Topix Index verlor am Montag 3,48 Prozent auf 859,21 Zähler. Händler nannten vor allem die Ungewissheit um die finanzielle Situation Ungarns und die Talfahrt des Euro als Gründe für die schlechte Stimmung. Die europäische Gemeinschaftswährung war zum Wochenbeginn erstmals seit März 2006 unter die Marke von 1,19 US-Dollar gefallen. Gegenüber dem Yen steht der Euro so schlecht da, wie seit mehr als acht Jahren nicht mehr. Der enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag schüre zudem neue Zweifel an der Stabilität der Weltwirtschaft, sagten Börsianer. Insofern ging es für Werte exportorientierter Unternehmen wie Canon besonders stark nach unten. Anlagen mit Bezug zu Rohstoffen fielen, nachdem am Freitag die Preise für Öl und Kupfer zurückgegangen waren. |

Verluste mussten auch Aktien von Hitachi hinnehmen. Hier verwiesen Händler auf Medienberichte, wonach ein milliardenschwerer Auftrag zum Bau und zur Instandhaltung von Intercity-Zügen in Grossbritannien storniert werden könnte.
07.06.2010 |