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Frankfurt - dunkle Dubai-Wolken verziehen sich

Verminderte Sorgen um die Geschehnisse am Golf liessen den deutschen Aktienmarkt verheißungsvoll in den Monat Dezember starten.
Gemischt ausgefallene US-Konjunkturdaten hatten am Nachmittag die Gewinne nur kurzzeitig etwas geschmälert. Zum Handelsschluss verabschiedete sich der Dax bei 5.776,61 Zählern mit einem Plus von 2,68 Prozent auf seinem Tageshöchststand, nachdem er im Vormonat um 3,59 Prozent hinzugewonnen hatte. Der MDax mittelgrosser Werte gewann 3,22 Prozent auf 7.328,55 Punkte und für den TecDax ging es um 2,54 Prozent auf 801,74 Zähler hoch auf den höchsten Stand seit September 2008.
"Die nachlassenden Sorgen um Dubai haben dem Markt sicher geholfen", sagte Niklas Breckling, Händler bei der Schnigge Wertpapierhandelsbank. "Allerdings dürften auch einige Marktteilnehmer mit einer weiteren Schockreaktion gerechnet haben und entsprechend auf fallende Kurse gesetzt haben. Die sind auf dem falschen Fuss erwischt worden und müssen nun Leerverkaufspositionen eindecken (short covering)." Gleichzeitig räumte der Experte ein, dass die Übertreibung nach unten möglicherweise zu gross gewesen ist. "Die Impulse aus den USA sind nach den eher gemischten Daten auch erst einmal verhalten." Börsianer werteten den Rückgang des ISM-Index für die Industrie allerdings nicht als sonderlich dramatisch, da er auch auf dem aktuellen Niveau auf eine anhaltende Konjunkturerholung hinweise.
Die Aktien von K+S profitierten an der Dax-Spitze von Gerüchten über ein mögliches Interesse des Konkurrenten Yara und kletterten um 6,63 Prozent auf 42,78 Euro. Zuvor hatten Börsianer bereits auf den verbesserten Ausblick von Standard & Poor?s für die Entwicklung der Kreditwürdigkeit des Düngemittelkonzerns als Stütze verwiesen.
Henkel-Vorzüge gewannen 5,10 Prozent auf 35,26 Euro. Die Societe Generale stufte die Papiere von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 25 auf 40 Euro. T-Aktien legten um 3,87 Prozent auf 10,20 Euro zu. Händlern zufolge spekulieren Experten auf einen iPhone-Vertrag für T-Mobile USA im kommenden Jahr, wenn die Exklusivvermarktungsrechte von AT&T auslaufen. "Das wäre sicher positiv für die Deutsche Telekom und unterstützt die Hoffnung auf Gewinne dank der umfangreicheren Datennutzung im Mobilfunk", sagte ein Händler. Börsianern zufolge sorgte der wieder erweckte Optimismus dafür, dass vor allem jene Unternehmensanteile gefragt waren, die von einer Konjunkturerholung profitieren würden. Siemens rückten um 3,72 Prozent auf 67,69 Euro vor.

Frankfurt - dunkle Dubai-Wolken verziehen sich


Schlechtester Dax-Wert waren MAN-Papiere , die sich um 4,40 Prozent auf 52,10 Euro verbilligten. Die Stammaktien von Volkswagen (VW) verloren 0,67 Prozent auf 81,45 Euro. Börsianer verwiesen auf Sorgen, dass VW den Lkw-Hersteller zur Abgabe eines Angebots für die schwedische Scania drängen könnte. "Dann würden die freien MAN-Aktionäre die Zeche zahlen - durchaus denkbar, zumal die vakanten Führungspositionen eher VW-freundlich besetzt werden dürften", sagte ein Börsianer. VW hält 30 Prozent der MAN-Anteile und ist auch an Scania beteiligt. Sicher spiele aber auch Unsicherheit wegen des Führungsvakuums nach dem Abschied dreier Vorstände innerhalb einer Woche eine Rolle, so der Händler. Börsianern zufolge bevorzugen Händler aus diesem Komplex ohnehin Vorzüge von Volkswagen (VW) , die um 5,31 Prozent auf 59,50 Euro nach oben sprangen. Merrill Lynch nahm die Titel auf die Empfehlungsliste "Europe 1" und liess das Ziel auf 100 Euro.
Tui-Aktien zählten erneut zu den Favoriten im MDax und verteuerten sich um 4,08 Prozent auf 5,485 Euro. Börsianer verwiesen auf die Zahlen der Veranstaltertochter Tui Travel als Stütze. Fraport zogen um 7,25 Prozent auf 35,37 Euro an. Im Streit um die Erhöhung der Flughafengebühren in Frankfurt einigte sich der Flughafenbetreiber Fraport mit Fluggesellschaften und Verbänden.
Bilfinger Berger legten um 5,67 Prozent auf 51,98 Euro zu. Die Commerzbank hob die Papiere des Bau- und Dienstleistungskonzerns von "Add" auf "Buy" und das Kursziel von 40 auf 62 Euro. Zudem erwägt der Baukonzern einen Rückzug aus Katar, nachdem es zum Streit mit der Baubehörde Ashgal über den Bau der Autobahn Doha Expressway gekommen ist. EADS-Aktien büssten indes nach einer Abstufung durch HSBC und wegen steigender Kosten für den A400M 1,10 Prozent auf 11,69 Euro ein.
Im TecDax zählten nach Hochstufungen die Papiere von Bechtle mit plus 4,03 Prozent auf 16,76 Euro zu den Favoriten. Merrill-Lynch-Analyst Claus Roller hob die Anteile an dem IT-Dienstleister von "Underperform" auf "Buy" und setzte das Kursziel von 16,00 auf 19,80 Euro hoch. Auch die WestLB stufte die Aktie hoch.

01.12.2009

 

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