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Dubai lässt europäische Börsen weiter schwächeln

London, Paris, Frankfurt - Auch weiterhin hält Dubai die Finanzwelt in Atem. Verunsichert durch die Geldnöte am Golf verzeichneten die europäischen Börsen durchweg Abschläge. Auch von der Wall Street kommen keine positiven Signale.
Der deutlich über den Erwartungen liegende Chicagoer Einkaufsmanagerindex grenzte am späten Nachmittag die Verluste für den Dax nur kurzzeitig ein. Der Leitindex verlor 1,05 Prozent auf 5.625,95 Zähler und schloss damit in der Nähe des Tagestiefs von 5.607 Punkten. Der MDax ging bei 7.099,99 Zählern um 1,22 Prozent leichter aus dem Handel. Der Auswahlindex TecDax konnte sich zuletzt dem schwächeren Trend nicht entziehen und verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,07 Prozent bei 781,87 Punkten aus dem Handel.
David Buik, Marktstratege bei BGP Partners in London, zeigte sich mit Blick auf die Sorgen um den Staatsfonds Dubai World indes etwas kritischer: "Das Marktsentiment hat regelrecht nach einer Korrektur geschrien und Dubai hat den ersehnten Katalysator geliefert." Seiner Meinung nach dürfte Dubai nicht die Spitze eines Eisberges sein. Vielmehr schrieb er die Marktreaktionen einer gewissen Hysterie zu. Ähnlich äusserte sich ein weiterer Börsianer, der sagte, der Dubai-Effekt ebbe langsam ab. Zudem verwies er auf die US-Börse, die zum deutschen Handelsschluss ebenfalls schwächer tendierte, als Belastungsfaktor.
Unter den Einzelwerten spielte die Musik vor allem im Automobilsektor, nach zahlreichen Berichten zu MAN und einer Branchenstudie aus dem Haus Goldman Sachs. Die Analysen drehten sich etwa um die Zukunft des Lkw-Herstellers in Bezug auf Volkswagen (VW) und Scania und um die Schmiergeldaffäre.
Ein Händler sagte: "Am wichtigsten ist der Artikel der 'Wirtschaftswoche', demzufolge Hans Dieter Pötsch die Integration der Lkw-Marken Scania und MAN in den Volkswagen-Konzern verantwortet - das dürfte aus meiner Sicht wieder Übernahmefantasie in die Aktie von MAN bringen." Die neue Struktur des VW-Konzerns soll bis 2011 stehen, wie das Wirtschaftsmagazin unter Berufung auf Informationen von mit der Sache vertrauten Personen berichtet.
Zudem legte nun auch Chef der Nutzfahrzeugsparte, Anton Weinmann, "auf eigenen Wunsch" seine Ämter mit sofortiger Wirkung nieder, teilte der Konzern am späten Nachmittag mit. Zuvor hatte bereits MAN-Chef Hakan Samuelsson seinen Posten geräumt und Finanzvorstand Karlheinz Hornung seinen Rückzug angekündigt. MAN-Aktien waren mit minus 3,90 Prozent auf 54,50 Euro einer der schwächsten Werte im Leitindex.
Uneinheitlich tendierten Volkswagen-Papiere: So ging es für die zeitweise festeren Volkswagen-Stammaktien um 4,83 Prozent auf 82,00 Euro nach unten, die von Goldman Sachs mit einer Kaufempfehlung gestarteten Vorzugsaktien des Autobauers gewannen indes 3,67 Prozent auf 56,50 Euro.

Dubai lässt europäische Börsen weiter schwächeln

Sie setzten die Papiere gleich auch auf die "Conviction Buy Liste" - das Kursziel signalisiert mit 107 Euro knappes Verdopplungspotenzial. Die Experten sehen den VW-Konzern als "langfristigen globalen Gewinner".
Bei MAN starteten die Experten ihre Bewertung mit "Neutral". Etwas negativer ist die Tendenz der Studie für Daimler und vor allem BMW . Beide verlieren ihren Platz auf der "Conviction Buy"-Empfehlungsliste, letztere wurden sogar auf "Neutral" abgestuft. BMW verzeichneten entsprechend einen Abschlag von 2,65 Prozent auf 31,425 Euro, für Daimler ging es um 2,61 Prozent auf 33,720 Euro nach unten. Porsche wurden mit "Buy" gestartet, konnten sich dem negativen Sog aber nicht entziehen und gingen um 1,72 Prozent leichter bei 46,35 Euro leichter aus dem Handel.
Deutsche Bankwerte tendierten stabiler als der Markt. Während sich die Deutsche Bank um 0,24 Prozent auf 48,055 Euro vorarbeiten konnten, gaben die Titel der Commerzbank um 0,24 Prozent auf 6,220 Euro nach. Morgan-Stanley-Analyst Huw van Steenis schrieb in einer Branchenstudie, er sehe nur einen begrenzten direkten Einfluss der Probleme der Holding-Gesellschaft Dubai World auf den europäischen Bankensektor. Gleichzeitig fügte er hinzu, das mögliche Risiko sei übermässig in die Kurse eingearbeitet worden. Zudem stützte ein Bericht des "Spiegel" zu Plänen der Regierung, mit denen eine mögliche Kreditklemme abgewendet werden soll. Postbank-Aktien gaben 0,13 Prozent nach auf 23,42 Euro und hielten sich damit auch besser als der MDax.
Aktien der Merck KGaA rutschten nach einer negativen Meldung zu Cladribin um 4,05 Prozent ins Minus auf 62,81 Euro. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für das Multiple-Sklerose-Mittel in Tablettenform zurückgewiesen. Analyst Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel sagte: "Diese zweite negative Meldung aus der Merck-Pipeline in kurzer Zeit ist eine Enttäuschung. Bisher war der Markt und auch Merck von einem positiven Bescheid für den Hoffnungsträger ausgegangen."
Aktien von Phoenix Solar schlossen im TecDax nach schwankendem Handelsverlauf um 0,84 Prozent fester bei 35,90 Euro. Das Photovoltaik-Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, seinen Markteintritt in den USA vorzubereiten und noch im ersten Halbjahr kommenden Jahres die operative Tätigkeit aufnehmen zu wollen.

30.11.2009

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