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Wall Street wirft Schatten auf Europa

Frankfurt - Die Europäischen Aktienmärkte tendierten am Donnerstag ins Minus, da negative Vorgaben der US-Börsen die Stimmung drückten.
An der Wall Street hatten Abschläge bei den Halbleiterwerten und anhaltende Konjunktursorgen die Notierungen belastet. Der Dax sank um 1,48 Prozent auf 5.702,18 Zähler. Der MDax fiel um 2,39 Prozent auf 7.205,08 Punkte, der TecDax verlor 2,87 Prozent auf 760,67 Zähler.
Laut Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research sind die Anleger derzeit verunsichert, da die aktuellen Konjunkturdaten zuletzt keine eindeutigen Signale geliefert hätten. Insofern sähen sich die Investoren mit einem "Interpretations-Vakuum" konfrontiert: Zwar habe sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im November stärker als erwartet aufgehellt. Allerdings belaste immer noch die Meldung vom Vortag, wonach in den USA die Zahl der Baubeginne und -genehmigungen im Oktober überraschend und deutlich gefallen ist.
Im Fokus standen die Anteilsscheine von Infineon , die nach zunächst positiv aufgenommenen Zahlen zuletzt mit minus 7,22 Prozent auf 3,215 Euro ans Dax-Ende rutschten. Händler verwiesen auf eine negative Branchenstudie von Merrill Lynch zum Halbleitersektor als Belastung. Darin stufte Analyst Sumit Dhanda die Aktien von Intel sowie Texas Instruments von "Buy" auf "Neutral" ab und senkte auch seine Kursziele für die Aktien beider Unternehmen. Nachdem die Lagerbestände wieder aufgefüllt seien und die Produktion der Halbleiterhersteller wieder der Nachfrage entspreche, zeichne sich nun bereits wieder der Aufbau von etwas zu hohen Lagerbeständen ab, hiess es zur Begründung. Sal. Oppenheim monierte indes bei Infineon ein "unattraktives Chance/Risiko-Profil".
Aktien der Lufthansa verloren 2,92 Prozent auf 10,79 Euro und gehörten damit ebenfalls zu den Stiefkindern im Leitindex. Händler verwiesen als Belastung auf schwache Zahlen des Wettbewerbers Air France-KLM . Titel von Merck fielen um 2,36 Prozent auf 64,04 Euro. Die EU-Gesundheitsbehörde EMEA steht dem Krebsmittel Erbitux des Pharmakonzerns bei einer bestimmten Diagnose kritisch gegenüber.
Unter Druck gerieten in dem schwachen Marktumfeld auch viele Bankaktien. So fielen etwa die Titel der Commerzbank um 2,85 Prozent auf 6,81 Euro. Nach einem Analystenwechsel hatte die Unicredit die Papiere mit "Sell" und einem Kursziel von 6,40 Euro eingestuft. Die Commerzbank dürfte ihre Kapitalkosten dauerhaft nicht verdienen können, hiess es. Papiere der Deutschen Bank büssten 2,49 Prozent auf 50,425 Euro ein und für Titel der Aareal Bank ging es im MDax um 6,04 Prozent auf 14,15 Euro nach unten.

Wall Street wirft Schatten auf Europa

Postbank-Titel konnten nach zwischenzeitlich höheren Aufschlägen nur noch um 0,34 Prozent auf 23,46 Euro zulegen. Börsianer verwiesen auf Gerüchte, wonach die Deutsche Bank 27,25 Euro je Aktie für die noch ausstehenden Anteilsscheine der Postbank bieten könnte. Börsianer äusserten sich aber skeptisch. "Ich denke, die Spekulationen gehen auf das Parkett-Geflüster des Aktionärsbriefs vom Vortag zurück", sagte ein Händler mit Verweis auf den Börsenbrief von Daniel Bernecker. Dort hatte es geheissen, dass der Branchenprimus noch in diesem Jahr seinen Anteil aufstocken könnte. Die Deutsche Bank kommentierte die Gerüchte nicht.
Nach einer positiven Studie verteuerten sich Rational-Aktien im MDax um 0,89 Prozent auf 113,00 Euro. Goldman Sachs hatte die Papiere des Grossküchengeräte-Herstellers von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 115,00 auf 140,00 Euro angehoben. Weder das Wachstums- noch das Ertragspotenzial seien auf dem aktuellen Kursniveau vollständig eingepreist, schrieb Analyst Benjamin Moore.
Im TecDax gehörten hingegen Nordex-Papiere mit minus 3,01 Prozent auf 10,95 Euro zu den schwächsten Werten. Ein Händler verwies auf eine Meldung, wonach der Windkraftanlagenbauer 2010 keinen "signifikanten Umsatzanstieg" verbuchen werde. Analyst Carsten Mainitz von SRH Alsterresearch jedoch begründete die Verluste mit der Veröffentlichung von Analystenschätzungen für das abgelaufene Quartal. Schlusslicht im Index waren die Anteilsscheine von Aixtron mit einem satten Minus von 5,69 Prozent auf 21,55 Euro. Börsianer verwiesen auf Gewinnmitnahmen in den zuletzt sehr gut gelaufenen Papieren des Herstellers von Analgen für die Halbleiterindustrie.

19.11.2009

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