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Verluste zu befürchten

Frankfurt, London, Zürich - Schwache Vorgaben von den US-Börsen dürften am Dienstag die europäischen Aktienmärkte veranlassen, ihre Vortagsgewinne wieder abzugeben.
Der Future auf den EuroStoxx 50 deutet zum Handelsauftakt auf einen Abschlag von knapp einem Prozent hin. Den britischen FTSE taxierte Finspreads um rund 0,9 Prozent niedriger. Im Blickpunkt stehen am Dienstag nach den Zahlen der UBS und Swiss Re sowie Details zur Neugestaltung der britischen Finanzbranche vor allem die Bank- und Finanztitel im Blickpunkt.
Die Schweizer Grossbank UBS kommt weiter nicht aus den roten Zahlen. Das Minus zwischen Juli und Ende September fiel mit 564 Millionen Schweizer Franken (rund 373 Mio Euro) zudem höher aus als von Experten erwartet. Zudem blieb der seit Februar an der Spitze der Bank stehende Oswald Grübel mit Blick auf die Zukunft vorsichtig. Wesentliche Fortschritte seien erst im kommenden Jahr zu erwarten. Die Aktie der Bank, die zu den grössten Verlierern der Finanzkrise zählt, gab vorbörslich um rund drei Prozent nach. Sorgen bereitete den Händlern vor allem das erneut schwache Abschneiden in der Vermögensverwaltung, einem der Kernbereiche der Bank.
Positiv überraschen konnte dagegen der weltweit zweitgrösste Rückversicherer Swiss Re. Der Münchener-Rück-Konkurrent kehrte im dritten Quartal in die Gewinnzone zurück. Der Übersschuss belief sich auf 334 Millionen Schweizer Franken (221 Mio Euro). Dabei drückten sogar noch Abschreibungen vor allem auf verbriefte Produkte und auf Absicherungsgeschäfte das Ergebnis um fast eine Milliarde Franken. Ein Jahr zuvor hatte unter dem Strich noch ein Verlust von 304 Millionen Franken gestanden. Experten hatten mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet. Das Papier legte vorbörslich deutlich zu.

Verluste zu befürchten

Nachrichten gibt es auch aus der britischen Bankenbranche. Hier gab die Regierung Neuigkeiten zur Zukunft der beiden vom Staat gestützten Banken Royal Bank of Scotland (RBS) sowie Lloyds . Vor allem um die RBS steht es sehr schlecht. Der einstige Stolz der britischen Finanzbranche braucht erneut Geld vom Staat - dieses Mal rund 25 Milliarden Pfund. Der staatliche Anteil steigt dadurch auf 84 Prozent. Das Papier dürfte erneut unter Druck geraten.
Etwas besser scheint es um den ebenfalls angeschlagenen Konkurrenten Lloyds zu stehen. Die Bank, die sich mit der Übernahme von HBOS verhoben hatte, braucht erst einmal keine weitere staatliche Stützen. Der Anteil der Regierung bleibt bei 43 Prozent. Allerdings muss sich auch Lloyds auf harte Einschnitte beim Geschäftsmodell einstellen. Die Bank rechnet im laufenden Jahr zudem weiter mit roten Zahlen. Im kommenden Jahr geht Lloyds allerdings von einer rückläufigen Risikovorsorge im Privatkundengeschäft aus. Die Aktie gab vorbörslich nach.

03.11.2009
 

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