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Aktien

Zurückhaltung überwiegt

Frankfurt, New York - Zwei Gewinntage sind vorläufig genug. Der europäische Aktienmarkt legte am Mittwoch eine Verschnaufpause ein. Das Umfeld ist eher negativ.
Anfang der Woche hatten noch Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung die wichtigsten Indizes angetrieben. Zudem warten die Anleger laut Börsianern gespannt auf den Start der US-Berichtssaison, die am Abend nach US-Börsenschluss traditionell vom Aluminiumriesen Alcoa eingeläutet wird. Commerzbank-Volkswirt Peter Dixon ergänzte, dass zwar in den nächsten Monaten wahrscheinlich mit einer Reihe positiver Nachrichten aus der Gesamtwirtschaft zu rechnen sei. Allerdings dürften diese bereits weitgehend eingepreist sein und deshalb die Märkte nicht wesentlich anschieben.
Der EuroStoxx 50 verlor 0,42 Prozent auf 2.853,65 Punkte, nachdem er am Dienstag um 2,65 Prozent nach oben geschnellt war. Der Pariser CAC-40-Index fiel um 0,37 Prozent auf 3.756,41 Zähler. In London gab der FTSE 100 um 0,57 Prozent auf 5.108,90 Zähler nach.
Kurz vor Beginn der US-Berichtssaison nahmen die Anleger vor allem bei den Banktiteln Gewinne mit. Diese Aktien waren zuletzt besonders gut gelaufen. So sackten am Ende des europäischen Leitindexes EuroStoxx 50 die Anteilsscheine der Societe Generale um 5,94 Prozent auf 50,50 Euro ab. Papiere von BNP Paribas sanken ferner um 1,96 Prozent auf 52,93 Euro und Credit-Agricole-Aktien fielen um 0,68 Prozent auf 14,70 Euro.
Die spanische Bank Santander profitierte indes nicht von dem milliardenschwerden Börsengang ihrer brasilianischen Tochter. Der Erlös in Höhe von 5,5 Milliarden Euro lag im Rahmen der Ankündigung vom September. Die Papiere der Grossbank verloren 0,98 Prozent auf 11,06 Euro. Die Aktien der lateinamerikanischen Tochtergesellschaft Santander Brasil fielen zuletzt an der Wall Street um 2,54 Prozent. Gegen den Trend aber rückten die Titel des niederländischen Finanzkonzerns ING um 0,81 Prozent auf 11,765 Euro vor und näherte sich damit wieder dem Jahreshoch von 12,345 Euro aus der vergangenen Woche. Kurstreiber war die Nachricht, dass die Bank Julius Bär das Schweizer Privatkundengeschäft der ING für 520 Millionen Franken kauft. Die Julius-Bär-Titel legten in der Schweiz gut drei Prozent zu.

Zurückhaltung überwiegt

In Grossbritannien standen vor allem die Einzelhandelswerte im Blickpunkt. Papiere von J Sainsbury gaben um 3,28 Prozent auf 312,30 Pence nach und zählten damit zu den schwächsten Wert im "Footsie". Der Einzelhändler traf mit seinen Umsatzzahlen für das vergangene Quartal zwar die Erwartungen der Experten, sorgte aber mit vorsichtigen Aussagen über die weiteren Aussichten für Kursverluste auch bei den Konkurrenten WM Morrison und Tesco . Zulegen konnten dagegen die Titel der Baumarktkette Kingfisher , die getrieben von Hochstufungen der Banken Morgan Stanley und UBS um 1,85 Prozent auf 220,00 Pence stiegen.
Favorit im "Footsie" waren aber die Aktien von Aviva mit plus 3,80 Prozent auf 467,50 Pence. Titel des Versicherers sind vom 20. Oktober an auch in New York gelistet.
Abwärts wiederum ging es mit Aktien von Air France-KLM . Sie verloren 1,75 Prozent auf 12,33 Euro. Die französisch-niederländische Gesellschaft konnte zwar die Auslastung wegen eines reduzierten Angebots steigern, rechnet aber weiter damit, dass die Krise auf den Umsatz drückt.


08.10.2009

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