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Aktien

Ihr Einsatz bitte!

Die wirtschaftlichen Aussichten sind schlecht, die Aktienkurse weit unten. Ein idealer Zeitpunkt, um ein Investment in Aktien oder Aktienfonds zu erwägen.

Viele Stimmen warnen, es sei derzeit noch verfrüht, wieder in Aktien zu investieren. Möglicherweise behalten die Kritiker recht, vielleicht irren sie aber auch. Nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes vor acht Jahren irrten die Kritiker jedenfalls gewaltig. Damals notierte der DAX unterhalb von 2500 Punkten. Anleger, die nach dem Crash im Frühjahr 2003 DAX-Werte kauften, konnten ihren Einsatz in nur vier Jahren verdreifachen. Selbst unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Krise liegen die Anleger noch immer mit mehr als 50 % im Plus. Allerdings nutzten damals nur wenige die Chancen zum Einstieg - zu schlecht war die Stimmung, zu sehr hatte das Vertrauen in Aktien gelitten. Historisch gesehen folgte nach einem Zusammenbruch der Aktienmärkte fast immer eine Erholung in überschaubarer Zeit. Die Erfahrung lehrt, dass nur wenige Jahre später neue Höchststände erreicht werden. Ausnahmen bestätigen die Regel: Dem japanischen Aktienmarkt widerfährt seit seinem Höchststand im Jahr 1990 ein steter Abstieg. Allerdings ist der Nikkei der einzige populäre Index, der langfristig eine solch schlechte Performance zu verzeichnen hat. Für den deutschen Aktienmarkt hingegen sind die Aussichten nicht schlecht, wenn ein langfristiges Engagement beabsichtigt ist und keine kurzfristigen Erfolge benötigt werden. Denn mit einem schnellen Aufschwung kann nicht gerechnet werden. Geduld ist gefragt. Langfristig jedoch winken mit Aktien oder Aktienfonds größere Renditen als mit sicheren Rentenpapieren.


Warum denn in die Ferne schweifen

Für Anleger aus Deutschland sind deutsche Werte am ehesten überschaubar. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und Unternehmensaussichten sind im Inland besser zu beurteilen als jenseits der Grenzen. Investitionen in ausländische Unternehmen bergen das Risiko der mangelnden Transparenz und unzureichender Informationen. Anleger, die sich nicht permanent über das aktuelle Börsengeschehen informieren können oder wollen, sollten zudem den Kauf von Aktienfonds anstatt einzelner Aktien in Betracht ziehen. Ein ausgewogenes Depot mit vielen Einzelaktien erfordert Zeit, Know-how und einen gewissen Mindesteinsatz. Bei kleinen Stückzahlen wiegen die Kaufkosten höher als bei größeren Mengen. Hier können Aktienfonds vorteilhafter sein.


Vielversprechende Dividenden

Frühjahrszeit ist Dividendenzeit. Selten zuvor waren die Dividendenausschüttungen der Unternehmen so verlockend. Namhafte deutsche Unternehmen, zu denen EON, RWE oder Bayer zählen, kündigen trotz Wirtschaftkrise mehr Dividende als im Vorjahr an. Andere Unternehmen wie Allianz, Deutsche Post und Lufthansa kürzen zwar ihre Dividende teils drastisch; aufgrund der niedrigen Börsenkurse ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis jedoch häufig einstellig, was zu zweistelligen Renditen führen kann. Die Dividendenrendite wird ermittelt, indem man die zu erwartende Dividende durch den aktuellen Börsenkurs dividiert und mit Hundert multipliziert. Aktien sollten aber nicht nur wegen der hohen Dividendenrendite gekauft werden, denn nach der Ausschüttung wird der Börsenkurs in etwa um den Dividendenbetrag sinken. Anleger, die von der zukünftigen Performance einer Aktie überzeugt sind, sollten daher genau überlegen, ob sie die Wertpapiere vor oder nach der Ausschüttung erwerben. Sicherlich ist es verlockend, die hohe Rendite zu erhalten. Zu bedenken ist allerdings, dass darauf seit dem 1.1.2009 sofort 25 % Abgeltungsteuer fällig werden. Am Dividendenzahltag oder kurz danach ist die Aktie normalerweise deutlich günstiger zu haben als kurz davor. Aber Achtung! Die Höhe des Abschlags wird wesentlich von der jeweils herrschenden Marktstimmung beeinflusst und niemand kann sicher sein, dass die Aktie später auch tatsächlich billiger zu haben ist.


Ihr Einsatz bitte!

Sorgfältig auswählen

Dass die Dividendenrendite nicht alleiniges Auswahlkriterium sein sollte folgt auch aus der Unberechenbarkeit zukünftiger Dividendenzahlungen. Niemand garantiert für Dividenden auch in den Folgejahren. Die Dividende bleibt indes ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Aktien, aber eben nur eines unter mehreren. Stimmen bei einem Unternehmen neben der Dividende auch die finanziellen Rahmendaten und ist das mit einem kompetenten Management ausgestattete Unternehmen mit seinen Produkten gut aufgestellt oder vielleicht sogar weltmarktführend, spricht jedoch nichts gegen ein Aktieninvestment. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist auch die Branche, in der das bevorzugte Unternehmen sein Geld verdient. Die ehemals stolzen Renditen von Bankaktien werden unter dem Eindruck der gegenwärtigen Finanzkrise als schwerlich wiederholbar erachtet. Konjunkturabhängige Branchen wie Maschinenbau und Stahlindustrie kämpfen mit dem Übergreifen der Finanzkrise auf die reale Wirtschaft. Eher weniger beeindruckt von Krisenszenarien scheinen indes die Versorger. Deren Geschäfte dürften über kurz oder lang zwar auch vom Konjunkturabschwung betroffen sein. Ein völliges Wegbrechen ihrer Geschäftsgrundlage ist allerdings ausgeschlossen. Ein Grundversorgungsbedarf hinsichtlich Strom, Gas und Wasser wird immer bestehen bleiben, auch bei tiefster wirtschaftlicher Depression. Aufschlussreiche Unternehmensinformationen finden sich häufig auf den Websites der Unternehmen, bevorzugt unter der Rubrik "Investor Relations".

 
Verlockende Renditen

Wer in der Vergangenheit das richtige Gespür für die Auswahl von Aktien hatte, konnte einen Riesen Reibach machen. VW-Aktionäre, die ihre Anteilsscheine schon vor dem Herbst 2008 erwarben, konnten traumhafte Depotgewinne verbuchen. Die kriselnde Automobilindustrie hat den Börsenkurs der VW-Aktie weitgehend unbeeindruckt gelassen, zu groß war die Euphorie über den Einstieg von Porsche und die damit erhofften Synergieeffekte. Allerdings gilt dies nur für Stammaktien des Unternehmens, denn nur sie gewähren Stimmrechte. Vorzugsaktionäre von VW konnten zumindest vom Kursrausch nicht profitieren. Der Preisunterschied zwischen Stamm- und Vorzugsaktien spiegelt sich in der Dividendenrendite wieder: Aufgrund des hohen Kurses beträgt die Rendite für Stammaktien weniger als ein Prozent, die Rendite für Vorzugsaktien dagegen liegt bei über fünf Prozent.

 
Mit Aktienfonds am Wachstum teilhaben

Nur der Kauf von Einzelaktien bietet die Möglichkeit, an einem Kursfeuerwerk wie bei VW zu partizipieren. Andererseits sind auch die Risiken beträchtlich, man denke nur an die Desaster bei der Hypo Real Estate oder bei Infineon. Aktienfonds begrenzen das Risiko und bieten trotzdem die Möglichkeit, am Aufschwung teilzuhaben. Unkompliziert und einfach zu handhaben sind Indexfonds. Aussichtsreicher hingegen sind gemanagte Fonds. Aber auch sie sollten beobachtet werden, denn nicht selten hinken ehemals erfolgreiche Fonds der Marktentwicklung hinterher. Man sollte sich von diesen Fonds dann schnellstens trennen.

© Thomas M.R. Disqué
22.04.2009
www.abgeltungsteuer.de

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