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Aktienanleihen profitieren von der Abgeltungsteuer

Hohe Zinsen und Sicherheit locken deutsche Anleger. Deswegen liegen ein Großteil der Kundengelder inzwischen auf Tagesgeldkonten. Wer mehr will, muss auf andere Anlageformen setzen. Eine Möglichkeit sind Aktienanleihen, die bislang steuerlich benachteiligt waren.

Anleger lieben hohe Zinsen. Da können die Kundenberater in den Banken noch so viel über die Vorteile einer breit gestreuten Wertpapieranlage reden. Wenn irgendwo ein Institut mit reizvollen Zinsen lockt, fällt Anlegern die Entscheidung relativ leicht. Genau deshalb liegt mittlerweile ein Großteil der Kundengelder auf Tagesgeldkonten. Die bieten immerhin Zinsen von derzeit gut vier Prozent pro Jahr. Bei täglicher Verfügbarkeit und völlig ohne Risiko.

Wer mehr will, muss sein Kapital normalerweise länger binden und zum Beispiel fünf- oder zehnjährige Bundesanleihen kaufen. Doch diese Rechnung geht momentan nicht wirklich auf. Denn auch bei diesen Papieren sind zurzeit nicht mehr als vier Prozent drin.
Deutlich höhere Zinsen können Anleger mit Aktienanleihen einfahren. Die waren in den vergangenen Jahren fast komplett von der Bildfläche verschwunden, weil sie steuerlich gegenüber anderen Anlageformen benachteiligt wurden. Im Zuge der ab 2009 geltenden Abgeltungsteuer fällt dieser Malus nun aber weg. Dann werden die Zinsen aus Aktienanleihen genauso mit 25 Prozent (zuzüglich Soli-Zuschlag und Kirchensteuer) besteuert wie zum Beispiel Kursgewinne aus Zertifikaten. Und dadurch rücken Aktienanleihen (mit Fälligkeit ab 2009) wieder verstärkt in den Fokus der Anleger.
Im Vergleich zu klassischen Anleihen bieten diese nämlich deutlich höhere Zinsen. Oft werden sogar zweistellige Kupons geboten. Allerdings gibt es dieses Mehr an Renditechance nicht ohne Risiko. Sicher sind bei Aktienanleihen nur die Zinsen. Ob am Ende der Laufzeit auch das eingesetzte Kapital zurückgezahlt wird, steht hingegen nicht fest. Das hängt von der Entwicklung der zu Grunde liegenden Aktie ab. Wenn diese bei Fälligkeit unter einer bestimmten Kursmarke (dem Basispreis) liegt, bekommt der Anleger statt der Rückzahlung des Nennwertes eine bestimmte Anzahl an Aktien in sein Depot gebucht. Und deren Gegenwert liegt dann auf jeden Fall unter dem Nennwert, so dass der Kunde Verluste erleidet. Und die können je nach Kursentwicklung auch höher ausfallen als die eingenommenen Zinsen. Trotz der hohen Kupons drohen bei Aktienanleihen im schlimmsten Fall also sogar erhebliche Verluste. Anleger, die zu Zeiten des Neuen Marktes zum Beispiel Aktienanleihen auf EM-TV gekauft haben, können davon ein wenig fröhliches Lied singen.

Aktienanleihen profitieren von der Abgeltungsteuer

 

Um dieses Risiko zu minimieren, können Investoren alternativ auf Aktienanleihen ausweichen, bei denen ein Großteil des eingesetzten Kapitals gesichert ist. Sal. Oppenheim bietet solche Produkte unter dem etwas gewöhnungsbedürftigen Namen „CP75" an. Neben dem festen Zinssatz gibt es hier am Ende auf jeden Fall cash. Die Gefahr einer Aktienlieferung besteht also nicht. Die Höhe der Rückzahlung wird wieder von der Performance der Aktie bestimmt. Rutscht diese unter ihren Basispreis, gibt es entsprechend weniger als 100 Prozent. Die drohenden Verluste sind aber begrenzt. Eine Rückzahlung von 75 Prozent des Nennwertes ist auf jeden Fall garantiert.

Eine solche CP75-Anleihe auf die Aktie der Allianz mit Laufzeit Februar 2009 bietet zum Beispiel einen Jahreskupon von zehn Prozent. Weil der Kurs der Anleihe knapp unter 100 Prozent notiert, winkt neben der Verzinsung am Ende auch noch ein kleiner Kursgewinn, so dass sich eine maximale Rendite von 10,9 Prozent oder 9,4 Prozent pro Jahr ergibt. Allerdings nur dann, wenn die Allianz am Laufzeitende mindestens bei 125,92 Euro notiert. Aktuell liegt der Kurs bei rund 130 Euro und damit knapp darüber. Der maximale Gewinn wird damit bereits bei einer Seitwärtsbewegung der Aktie erreicht. Fällt die Allianz allerdings unter diese Kursmarke, sinkt die Rendite. Und bei starken Kursverlusten kann es dann eben auch zu Verlusten kommen – trotz hoher Zinsen. Aufgrund der Teil-Garantie ist aber eine Rückzahlung von mindestens 75 Prozent des Nennwertes gesichert, selbst wenn sich die Aktie halbieren würde (WKN: SEL6AZ).

Diese Sicherheit muss der Anleger natürlich mit Einbußen bei den Renditechancen bezahlen. Bei einer klassischen Aktienanleihe ohne Garantie gibt es bei vergleichbaren Konditionen einen sicheren Kupon von 13,5 Prozent. Die maximale Jahres-Rendite liegt so bei fast 15 Prozent. Dafür sind die Risiken bei einem Kurseinbruch der Aktie aber nicht begrenzt (WKN: SEL69R).

Von Thomas Koch

Quelle: WELT ONLINE

 

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